Ein Projekt der Gemeinden La Punt Chamues-ch, Madulain, Zuoz und
S-chanf in Zusammenarbeit mit der Walter A. Bechtler Stiftung und der Zürcher Hochschule der Künste

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Fontana di Piaggio

ROMAN SIGNER
«FONTANA DI PIAGGIO» 1993

Die «Fontana di Piaggio» ist ein dreirädriges Nutzfahrzeug der Marke Piaggio (Typ: APE), das der in St. Gallen lebende Künstler Roman Signer zu einem dröhnenden Springbrunnen umgebaut hat. Die mobile Brunnenskulptur machte nach Langenhagen (1995), Münster (1997) und Venedig (1999) vom 21. September bis 20. Oktober 2001 in den vier Gemeinden der Region La Plaiv Halt. Sie versinnbildlichte als Wahrzeichen auf Zeit das Vorhaben der Region, Interessen in einer gemeinsamen Wirtschaftsorganisation zu bündeln. Kritische regionale Fragen, wie diejenige nach der Verrechnung der Wasserzinsen, flossen mit im scheinbar verschwenderisch überbordenden Plätschern.

Die Brunnen im Dorf, die einst lebenswichtige Funktionen erfüllten, haben ihre Funktion als Zentren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens abgegeben. Die Knotenpunkte von Energieströmen und Einkünften (Nahrung, Information, Tourismus) sind durch umfassende Infrastrukturen, Verkehr und neue Technologie längst beweglich geworden. Die relevanten Bezugspunkte wirtschaftlicher Entwicklung können nur noch im globalen Zusammenhang gedacht und verstanden werden. Künstlerische Arbeit, wie ortsbezogen sie auch immer zu sein vorgibt, bewegt sich ebenfalls entlang von internationalen Gedankennetzen künstlerischer Problemstellungen und Forschungsvorhaben. tz

Für weitere Informationen siehe > PDF Publikation

Werk

Roman Signer: «Fontana di Piaggio», 1993. Courtesy Sammlung Hauser und Wirth.

Standort

Die «Fontana di Piaggio» stand zwischen dem 21. Sept. und dem 20. Okt. 2001 an vier Standorten der Gemeinden S-chanf, Zuoz, Madulain und La Punt Chamues-ch.

Realisierte Projekte:

Weitere Projektvorschläge: