Ein Projekt der Gemeinden La Punt Chamues-ch, Madulain, Zuoz und
S-chanf in Zusammenarbeit mit der Walter A. Bechtler Stiftung und der Zürcher Hochschule der Künste

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Rote Bar
Rote Bar

PIPILOTTI RIST UND GABRIELLE HÄCHLER
«ROTE BAR» 1997, HOTEL CASTELL, ZUOZ

Der Tresen ragt als Fragezeichen in den Raum, und in den Flaschen tanzen Videobilder. Die Zusammenarbeit der Künstlerin Pipilotti Rist und der Architektin Gabrielle Hächler hat zu einem ausserordentlich funktionalen und sinnbildhaften Resultat geführt. Umfangen von Spiegeln und rotem, fliessendem Material fühlen sich die Bargäste in die Herzkammer des Gebäudes versetzt. Der Ort, so die Urheberinnen, soll «die Wirkung des Alkohols, nämlich die Entkrampfung des Körpers und die Entspannung der Seele, visualisieren». Inszeniert ist ein Taumel zwischen Traum und Wirklichkeit: Die einsame Selbstbefragung kann durch die kommunikative Architektur mit der Umgebung und dem menschlichen Gegenüber verwoben werden. Sie kann aber auch in diejenige Flaschen im Regal hineinstürzen, auf welchen das Etikett durch eine Videoprojektion ersetzt ist. Von dort schwappt plötzlich Rists hochprozentiger Bildergehalt über und zieht die umherschweifende Aufmerksamkeit hinein in die kleinen Risse im zwischenmenschlichen Kontinuum. tz

Für weitere Informationen siehe > PDF Pipilotti Rist - Interview

Werk

Pipilotti Rist und Gabrielle Hächler (Kollaboration): «Rote Bar», 1997. Architektur und Installation mit drei Flaschenvideoprojektionen.

Standort

Im Hotel Castell, Zuoz.

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